Germanen und Römer
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Germanen
und
Römer

ein Online-Lexikon
von Wolf Mittag

Lexikon: Germanen und Römer: Inhalt
Vorgeschichte: Herkunft der Germanen, Kelten und Römer
Die Kelten, Nachbarn der Germanen
Die Römer, Beherrscher der bekannten Welt
Rom unter Augustus, dem ersten Kaiser
Die Germanen
Siedlungsraum und Nachbarvölker
Germanische Stämme
Germanische Siedlungen und Dörfer
Häuser
Aussehen
Kleidung
Waffen und Kriegsrüstung der Germanen
Lebensweise
Nahrung
Nahrung bei den Römern
Körperpflege
Gesundheit
Landwirtschaft
Handwerk
Handel
Währung und Preisbeispiele
Besitz
Sprache der Germanen: Herkunft und Erbe
Gesellschaft und Staat
Sippe
Rolle der Frau
Unfreie
Adel
Gefolgschaft
Die heidnische Religion
Die wichtigsten germanischen Götter
Zauberei
Kunst und Kultur der Germanen
Ansichten der Kulturvölker über die Barbaren
Sklaverei im Römischen Reich
Krieg
Römische Legionen
Römische Eroberung Germaniens
Römische Herrschaft über Germanien
Scheitern der römischen Herrschaft über Germanien
Folgende Jahrhunderte: Blüte und Niedergang des Römischen Reiches
Literaturempfehlungen
Impressum
Historisches Computerspiel Teudogar und das Bündnis mit Rom

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Handwerk

Die germanischen Großfamilien produzierten auf ihren Bauernhöfen praktisch alles selbst, was sie zum Leben brauchten: Nicht nur Nahrung, sondern auch Kleidung, Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände.

Kleider, Hosen, Kittel und Mäntel stellten die Frauen und Sklavinnen während des Winters her: Dazu mußte Schafwolle abgeschoren, gerauft, und zu Fäden gesponnen werden. Daraus webten sie Stoff, den sie färbten, zuschnitten und schließlich zu Kleidern vernähten. Gefärbt wurde meistens mit Heidelbeeren (blau), Ginster (gelb) oder Malve (Weinrot).
Aus Leder wurden Schuhe und Gürtel gefertigt.

Eine weitere Frauenarbeit war das Töpfern und das Flechten: Töpfe und Krüge wurden aus Ton geformt und in Lehmöfen gebrannt; aus Binsen oder Weiden wurden Körbe hergestellt.

Die meisten Gebrauchsgegenstände, die Werkzeuge und die wenigen Möbel fertigten die Männer aus Holz.

Vermutlich spezialisierten sich einige Bauern auf Zimmermannsarbeit und fertigten Stühle oder Schlafbänke oder leiteten für andere den Hausbau, wofür sie sich mit Nahrungsmitteln bezahlen ließen. Vierkantzapfen, Nut, Holznägel und Zapfenschloß waren schon bekannt.

Das einzige professionelle Handwerk war die Schmiedekunst: Die Herstellung von eisernen Äxten, Messern, Speerspitzen, Schwertern, später auch Pflugscharen. Der germanische Schmied war ein freier Mann, der diese wertvollen Gegenstände fertigte und gegen Nahrung oder anderes eintauschte. Bauer war er allenfalls noch im Nebenberuf. Bei seinem Tod wurde ihm sein Werkzeug mit ins Grab gegeben, wie dem Krieger seine Waffe.

Vermutlich betrieben die Germanen keinen richtigen Bergbau, sondern gewannen nur das Mineralgemisch, das an vielen Stellen Norddeutschlands direkt unter dem Humusboden liegt. Diese Mineralklumpen wurden mit Holzkohle vermischt und in einem geschlossenen tönernen Ofen erhitzt. Nach dem Zerschlagen dieses Ofens hatte man einen unreinen Metallbrocken, von dem man Kohlereste und andere Stoffe abhämmern mußte. Übrig blieben wenige Kilogramm schlechten Eisens, das entweder in Barrenform gebracht und als Handelsware genutzt wurde, oder das man erneut zum Glühen brachte und durch Hammerschläge in die gewünschten Gegenstände formte.

Die hohen Kosten sind offensichtlich: Die Rohstoffgewinnung war aufwendig, die Holzkohleerzeugung erforderte große Mengen an Holz, und die Weiterverarbeitung war schwierig und setzte gute Kenntnisse voraus.
Dementsprechend teuer und selten waren Schwerter in Germanien. Die meisten Männer konnten sich nur eiserne Speerspitzen leisten; viele verwendeten sogar noch Waffen aus gehärtetem Holz oder aus Knochen. Helme oder gar Kettenhemden mußten aus den fortschrittlicheren Nachbarländern eingeführt und gegen einen hohen Preis erhandelt werden.









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