Germanen und Römer
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Germanen
und
Römer

ein Online-Lexikon
von Wolf Mittag

Lexikon: Germanen und Römer: Inhalt
Vorgeschichte: Herkunft der Germanen, Kelten und Römer
Die Kelten, Nachbarn der Germanen
Die Römer, Beherrscher der bekannten Welt
Rom unter Augustus, dem ersten Kaiser
Die Germanen
Siedlungsraum und Nachbarvölker
Germanische Stämme
Germanische Siedlungen und Dörfer
Häuser
Aussehen
Kleidung
Waffen und Kriegsrüstung der Germanen
Lebensweise
Nahrung
Nahrung bei den Römern
Körperpflege
Gesundheit
Landwirtschaft
Handwerk
Handel
Währung und Preisbeispiele
Besitz
Sprache der Germanen: Herkunft und Erbe
Gesellschaft und Staat
Sippe
Rolle der Frau
Unfreie
Adel
Gefolgschaft
Die heidnische Religion
Die wichtigsten germanischen Götter
Zauberei
Kunst und Kultur der Germanen
Ansichten der Kulturvölker über die Barbaren
Sklaverei im Römischen Reich
Krieg
Römische Legionen
Römische Eroberung Germaniens
Römische Herrschaft über Germanien
Scheitern der römischen Herrschaft über Germanien
Folgende Jahrhunderte: Blüte und Niedergang des Römischen Reiches
Literaturempfehlungen
Impressum
Historisches Computerspiel Teudogar und das Bündnis mit Rom

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Nahrung

Alltagsnahrung und Grundnahrungsmittel der Germanen war einfacher Getreidebrei aus Weizen oder Gerste: Zerstampfte Körner mit Wasser oder Milch. Eine Bauernfamilie brauchte für den Mittagsbrei etwa 1,5kg Körner. Es kostete anderthalb Stunden Arbeit, diese Menge mit dem Reibstein zu zermahlen.
Brotfladen waren aufwendig in der Zubereitung und daher teuer. (Auch die ärmeren Römer lebten überwiegend von Getreidebrei, und jeder römische Legionär erhielt als Tagesration etwa 900g Getreide.)

Milch, Quark, Käse oder Molke ergänzten das germanische Mahl. Butter war sehr teuer.
Als Gemüse wurden Bohnen, Erbsen und Rüben angebaut. Je nach Jahreszeit aß man außerdem Nüsse, Pilze, Beeren oder wildes Obst.

Fleisch war teuer und wurde nicht oft gegessen. Neben dem Rind, das vor allem als Milchlieferant diente, hielt man Schafe, Schweine und Ziegen. Geschlachtet wurde erst, wenn ein Tier keine Milch mehr gab oder nicht mehr als Zugvieh taugte. Das Fleisch wurde gepökelt oder an der Luft getrocknet.
Manchmal aß man Fisch. Wild war selten; die Jagd diente eher zum Vergnügen und zur Körperertüchtigung als zur Nahrungsbeschaffung.

Die Speisen wurden wenig gewürzt. Die meisten heute üblichen Gewürze waren exotisch, kostbar, und den meisten Germanen unbekannt. Erst im Mittelalter begannen christliche Mönche, auch auf germanischem Boden systematisch Kräutergärten anzulegen.

Im Sommer trank man häufig frische Milch, oft mit Honig oder Beerensäften gemischt. Außerdem Bier, das mit verschiedenen Kräutern gewürzt und haltbar gemacht wurde. Ein beliebtes Festtagsgetränk war Met, eine berauschende, vergorene Mischung aus Wasser, Honig und Hefe - Wodan (Odin), der Gott des Todes, der Seele, der Dichtung und des Rausches, soll sich ausschließlich davon ernährt haben.

(Met kann man leicht selbst herstellen: 1kg Honig mit 1 Liter Wasser in einem Topf vermischen und aufkochen lassen; entstehenden Schaum abschöpfen; abkühlen lassen, bis nur noch lauwarm. 100g Reinzuchthefe in etwas Flüssigkeit auflösen und in die Mischung einrühren. Mischung in große Flasche füllen und mit einem Gär-Rohr mit Verschlußkorken verschließen, so daß Luft entweichen, aber nicht eindringen kann. Warm und ruhig aufbewaren. Nach 2-3 Tagen steigen Blasen auf: ein Zeichen, daß die Gärung begonnen hat. Wenn sich keine Blasen mehr bilden, meist nach etwa 8-12 Tagen, ist die Gärung abgeschlossen und der Trank fertig. Trinken, oder gekühlt und verschlossen aufbewahren. Geschmack erinnert an süßliche Mischung aus Bier und Sekt.)

Im Sommer war die Ernährung durchaus gesund. Vielleicht trug die eiweißreiche Kost zur vielgerühmten Größe und Stärke der Germanen bei. Da es aber im Winter weder Milch noch Obst gab, wurden die Mahlzeiten karg, sobald die letzten Vorräte an Käse oder Fleisch aufgebraucht waren.









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