Germanen und Römer
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Germanen
und
Römer

ein Online-Lexikon
von Wolf Mittag

Lexikon: Germanen und Römer: Inhalt
Vorgeschichte: Herkunft der Germanen, Kelten und Römer
Die Kelten, Nachbarn der Germanen
Die Römer, Beherrscher der bekannten Welt
Rom unter Augustus, dem ersten Kaiser
Die Germanen
Siedlungsraum und Nachbarvölker
Germanische Stämme
Germanische Siedlungen und Dörfer
Häuser
Aussehen
Kleidung
Waffen und Kriegsrüstung der Germanen
Lebensweise
Nahrung
Nahrung bei den Römern
Körperpflege
Gesundheit
Landwirtschaft
Handwerk
Handel
Währung und Preisbeispiele
Besitz
Sprache der Germanen: Herkunft und Erbe
Gesellschaft und Staat
Sippe
Rolle der Frau
Unfreie
Adel
Gefolgschaft
Die heidnische Religion
Die wichtigsten germanischen Götter
Zauberei
Kunst und Kultur der Germanen
Ansichten der Kulturvölker über die Barbaren
Sklaverei im Römischen Reich
Krieg
Römische Legionen
Römische Eroberung Germaniens
Römische Herrschaft über Germanien
Scheitern der römischen Herrschaft über Germanien
Folgende Jahrhunderte: Blüte und Niedergang des Römischen Reiches
Literaturempfehlungen
Impressum
Historisches Computerspiel Teudogar und das Bündnis mit Rom

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by Wolf Mittag.
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Die Römer, Beherrscher der bekannten Welt

Der Sage nach wurde Rom im Jahr 753 v.Chr. von Romulus und Remus gegründet, die als Waisen von einer Wölfin gefunden und aufgezogen worden seien. ('Lupa' ist das lateinische Wort nicht nur für Wölfin, sondern auch für Hure: So betrachtet, ist die Sage ziemlich glaubwürdig.)

Die kleine, neugegründete Stadt mußte sich dauernd gegen mächtige Nachbarstädte und -stämme zur Wehr setzen. Doch die Römer besiegten mit unnachgiebiger Hartnäckigkeit nach und nach alle ihre Feinde - und vereinnahmten sie dann mit geschmeidiger Klugheit.

In wenigen Jahrhunderten wurde aus dem kleinen Stadtstaat ein gewaltiges Weltreich, in ununterbrochenen Kriegen gegen seine Nachbarvölker und, sobald diese unterworfen waren, gegen deren Nachbarvölker:

Bis 272 v.Chr. hatten die Römer den größten Teil Italiens erobert, einschließlich der reichen und kultivierten griechischen Kolonien in Süditalien. Nur das keltische Norditalien blieb frei.

In einem 20jährigen Krieg (ab 264 v.Chr.) eroberten sie Sizilien von dem mächtigen nordafrikanischen Handelsstaat Karthago. Als ursprünglich reine Landmacht hatten die Römer in kurzer Zeit eine teure, mächtige und oft siegreiche Flotte aufgebaut.
Aber bei einem Sturm 255 v.Chr. versank der größte Teil davon im Mittelmeer: Fast 400 Galeeren und Transportschiffe gingen unter, und vermutlich über hunderttausend Soldaten, Ruderer, Matrosen und Kriegsgefangene ertranken. Schon im Folgejahr hatten die Römer neue Schiffe aufgestellt und bemannt, doch Stürme und Niederlagen gegen die Karthager ließen in den nächsten fünf Jahren auch diese Streitmacht zugrundegehen. Der römische Staat war bankrott, aber die führenden Familien finanzierten eine weitere Flotte, die schließlich in einer Seeschlacht die Karthager besiegte.

In einem zweiten 20jährigen Krieg gegen die Karthager (ab 218 v.Chr.) hatte Rom in der Schlacht bei Cannae 100.000 Mann verloren: Fast alle waffenfähigen Männer waren getötet worden. Ganz Italien war über 10 Jahre lang vom karthagischen Heer unter Hannibal besetzt.
Jeder andere Staat hätte kapituliert, doch Rom hielt stand, eroberte das karthagische Spanien und griff dann Karthago selbst auf afrikanischem Boden an. Karthago unterlag und mußte ungeheuren Tribut zahlen.

Es folgten 50 Jahre lang Kriege gegen Makedonien (ab 215 v.Chr.), in deren Verlauf Rom ganz Griechenland und Kleinasien eroberte.
Die Bewohner von über 70 griechischen Städten wurden als Sklaven verkauft. Die Kriegsbeute war so gewaltig, daß alle römischen Bürger von den Steuern befreit wurden.

Ein dritter Krieg gegen Karthago endete 149 v.Chr. mit der völligen Zerstörung der Stadt: Von 500.000 Einwohnern überlebten nur 50.000, die als Sklaven nach Rom kamen. Damit war auch Nordafrika in römischer Hand.

113 v.Chr. tauchten plötzlich germanische Völker an der römischen Nordgrenze auf. Angeblich 300.000 kriegsfähige Männer (und unzählige Frauen und Kinder) forderten Siedlungsland: Würde man ihnen keines geben, nähmen sie es mit Gewalt. Denn die Heimat dieser Völker, der Kimbern und Teutonen, war durch eine Springflut unbewohnbar geworden.
Sie schlugen alle römischen Heere, die ihnen entgegengestellt wurden, plünderten aber nicht Rom, sondern zogen 13 Jahre lang durch Gallien, Spanien und Italien auf der Suche nach geeignetem Siedlungsland.
Schließlich wandelte der neue römische Feldherr Marius das bisherige Wehrpflichtheer aus römischen Bauern in eine Söldnerarmee aus mittellosen Städtern um, verbesserte Taktik und Organisation und besiegte und massakrierte die Germanen.

Zwischen dem Heerführer Marius und den Anhängern der uneingeschränkten Senatsherrschaft unter Sulla kam es bald darauf zum Bürgerkrieg, wobei zunächst die Marianer, dann aber die siegreichen Sullaner jeweils hunderte ihrer politischen Gegner ermordeten.

Der Feldherr Pompeius eroberte ab 67 v.Chr. in vier Jahren Kleinasien und Syrien - Länder, die seit Alexander dem Großen unter griechischer Herrschaft standen. Damit wurde auch die östliche Hälfte des Mittelmeeres römisch. Nur Ägypten blieb vorerst unabhängig.

Der römische Statthalter Südgalliens, Iulius Caesar, eroberte in einem achtjährigen Krieg (ab 58 v.Chr.) das restliche, bisher freie, Gallien. Ab 49 v.Chr. führte er Bürgerkrieg gegen Pompeius um die Alleinherrschaft im römischen Reich. Der Senat war gänzlich machtlos, denn die Legionen bestanden aus Söldnern, und gehorchten nur noch ihren Heerführern, von denen sie auch bezahlt wurden.

Nach Caesars Sieg über Pompeius ließ er sich zum Diktator auf Lebenszeit ernennen, wurde aber schon im darauffolgenden Jahr ermordet (44 v.Chr.).

Ab 43 v.Chr. führten Caesars Großneffe Octavian und Caesars Mitarbeiter Marc Anton einen zehnjährigen Bürgerkrieg um seine Nachfolge, erst gemeinsam gegen die letzten Anhänger der Senatsherrschaft, dann gegeneinander.









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